Freikorps-Auszeichnungen von 1918 bis 1921 und Ihrer Nachfolgeorganisationen


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Freikorps-Auszeichnungen von 1918 bis 1921 und Ihrer Nachfolgeorganisationen

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Als Folge des Ersten Weltkrieges und der damit verbundenen sozialen und wirtschaftlichen Belastungen kam es ab Oktober 1918 im Deutschen Reich vielerorts zu revolutionären Unruhen. Der Kaiser und die anderen Bundesfürsten dankten ab, in München und anderen Zentren bildeten sich Räterepubliken nach sowjetischem Vorbild. Dazu kamen Grenzstreitigkeiten vor allem im Osten, beispielsweise gegenüber dem wiedererstandenen Polen. Die Oberste Heeresleitung (O.H.L.) sah sich gezwungen, nachdem die Demobilisierung der Fronttruppen bereits angelaufen war, die Soldaten als Freiwilligentruppen wieder einsatzbereit zu machen. Zur gleichen Zeit hatten Offiziere aus Angehörigen ihrer alten Truppe und angeworbenen Freiwilligen selbstständige Freikorps aufgestellt. Deren Bild in Geschichte und Öffentlichkeit ist ein zwiespältiges: Einerseits sicherten sie die Grenzen und schlugen revolutionäre Aufstände nieder; andererseits gingen sie dabei oft äußerst brutal vor und gelten politisch teilweise als Vorläufer der Nationalsozialisten.

Unbeschadet ihrer politischen Beurteilung stellen die Freikorps – in ihren unterschiedlichen, auch ideologisch verschiedenen Ausrichtungen – ein wesentliches Phänomen der deutschen Geschichte in der turbulenten Übergangszeit vom Kaiserreich zur Weimarer Republik dar.

Erstmalig werden in diesem Text-Bildband auf 544 Seiten nicht nur die Auszeichnungen der deutschen Freikorps, sondern auch jene anderer Freiwilligentruppen, Einwohnerwehren und Selbstschutzformationen beschrieben und abgebildet. Gestiftet und verliehen wurden diese Auszeichnungen während und nach den Nachkriegskämpfen für Einsätze im Grenzschutz oder gegen politische Gegner innerhalb Deutschlands.

Aufgrund fehlender staatlicher Anerkennung und zur Aufwertung der eigenen Truppe schufen die Freikorps- und Truppenführer eigene Auszeichnungen, die als Tapferkeits-, Treue- oder Dienstauszeichnungen verliehen wurden. Deren Bandbreite reichte von einfachen Anstecknadeln bis zum aufwendig gestalteten Halskreuz oder Bruststern. Da es anfangs für die staatlichen und privaten Auszeichnungen noch keine verbindlichen Herstellungsvorschriften gab, produzierte jeder Hersteller seine eigenen Muster. Dies führte zu einer enormen Vielfalt und einem nahezu unüberschaubaren Variantenreichtum. Ein Großteil dieser Stücke findet sich systematisch geordnet, beschrieben und abgebildet in diesem Buch, ebenso wie Urkunden und Besitzzeugnisse. Zeitgenössische Fotos zeigen die Stifter und Tragebeispiele vieler dieser Auszeichnungen.

Das vorliegende Werk ist das Ergebnis einer mehr als 40-jährigen intensiven Auseinandersetzung des Autors mit der Materie. Jede Auszeichnung wird umfassend behandelt, beginnend von ihrer Stiftung bis zur Anerkennung bzw. zum Verbot unter Anführung der entsprechenden Quellen. Grundlage für dieses Buch waren rund 1200 bisher erschienene Arbeiten und Publikationen zu diesem Thema.

Angesichts der Fülle von Information über diesen geschichtlich interessanten Zeitabschnitt ist dieses Buch nicht nur für den Ordenskundler, sondern auch für jeden militärgeschichtlich Interessierten von großem Wert.

 

Der Autor:

 

Ingo Haarcke

Geboren 1947 in Hamburg. Nach der Schulzeit Ausbildung zum Büchsenmacher, Abschluss mit dem Gesellenbrief. 1967 Eintritt in die Bundesmarine, 1971 wechselt er als Obermaat zum Heer und 1979 Abschied nach zwölfjähriger Dienstzeit als Oberfeldwebel. Während dieser Zeit führte er nebenamtlich eine militärgeschichtliche Sammlung. Nach der Bundeswehr Eintritt in den öffentlichen Dienst, aus dem er 1994 in den Ruhestand ging. Schon während seiner Lehrzeit war durch die Waffentechnik das Interesse für Militärgeschichte geweckt worden. Nach der Beschäftigung mit der populären Ordens- und Uniformkunde des Ersten und ZweitenWeltkrieges konzentrierte er sich auf die Zeit zwischen den Kriegen mit dem Schwerpunkt „Nachkriegskämpfe der deutschen Truppen und Freikorps“. Es folgten zahlreiche Artikel zu diesen und anderen Themen, u.a.: „Die Uniformierung des Friedensheeres, der Vorläufigen Reichswehr und des Reichsheeres“, „Die Schießauszeichnungen des deutschen Heeres 1920–1945“, „Deutschland-Katalog DDR“ (mit A. Hüsken) und „Katalog der Uniformabzeichen der deutschen Freikorps“.Seit 1977 Mitglied der Gesellschaft für Heereskunde und seit 1995 im BdOS (Bund deutscher Ordenssammler) e.V./Gesellschaft für Ordenskunde.

 

gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag

544 Seiten

ca. 1000 SW- und Farbabbildungen, Tabellen

Format:  26,0 x 29,5 cm

 

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